„Entwicklung noch nicht zu Ende“: Krimm geht den Sporcher Weg weiter mit

Seit 2017 ist Manfred Krimm Trainer des TSV Cadolzburg. Nun verlängerte der 56-Jährige um zwei weitere Jahre.

So manch einer staunte nicht schlecht, als der TSV Cadolzburg plötzlich nach starkem Saisonbeginn am 8. Spieltag auf Rang eins der Kreisliga Nürnberg thronte. Der ein oder andere begann da sicherlich von früheren Bezirksliga-Zeiten zu träumen.

Ein beachtlicher Start in die zweite Kreisligasaison nach dem Aufstieg 2018/2019, schließlich ist die zweite Saison in der höheren Liga bekanntlich meist die härtere. Intern war das den Verantwortlichen, den Spielern und dem Trainerstab klar, weshalb sich am Ziel Klassenerhalt nichts änderte und auch nach der Hinrunde und mittlerweile nur noch Rang neun niemand nervös wird.

Im Gegenteil: Der Verein hat die Winterpause genutzt, um im Trainerstab für Klarheit zu sorgen. So verlängerte Trainer Manfred Krimm für zwei weitere Jahre und auch Mark Dimster, der die zweite Mannschaft in der A-Klasse coacht, hängt mindestens noch eine Saison hintendran. „Zwischen dem Trainerstab und den Verantwortlichen verläuft alles sehr harmonisch, auch beide Mannschaften stehen hinter ihren Trainern. All das hat uns ermuntert, mit beiden weiterzumachen“, so Klaus Bonath, der Sportliche Leiter der Sporcher.

Damit forciert der TSV weiterhin das „Projekt Nachhaltigkeit“, bei dem es im Kern darum geht, auf die eigene Jugend zu setzen und diese im Herrenbereich zu etablieren. Krimm und Dimster gehen diesen Weg seit Jahren mit. Externe Neuzugänge sind daher seit vielen Transferperioden äußerst selten. In diesem Winter stieß lediglich Luca Schlump (zuvor TSV Buch), der bereits seit dem Herbst mit der Mannschaft trainierte, neu dazu.

„Wenn alle an Bord sind, haben wir eine junge, gute Kreisligamannschaft, da ist die Entwicklung noch nicht zu Ende“, weiß daher auch Krimm, der aber eben vor allem dieses „Wenn“ betont. Denn aktuell zählt er mindestens eine halbe Mannschaft potenzieller Stammkräfte auf, die langfristig verletzt sind oder nach langer Verletzungspause erst wieder langsam herangeführt werden müssen. Folglich „kann das Ziel nur der Klassenerhalt sein“, gibt sich der ehemalige SpVgg-Profi realistisch. Warum er trotz dieser schwierigen personellen Situation über die Saison hinaus beim Kreisligisten arbeiten möchte? „Der kurze Weg zum Sportplatz, das Verhältnis zu den federführenden Leuten, das Umfeld – das spielt alles mit rein“, so der in Ammerndorf lebende Krimm, der auch auf die gute Infrastruktur mit drei Rasenplätzen und der neuen LED-Flutlichtanlage hinweist. Zudem ist auch das Verhältnis zum Trainer der zweiten Mannschaft Dimster „sehr, sehr gut“.

Im Moment befinden sich die Sporcher mitten in der Vorbereitung, am 06. März steht das Nachholspiel gegen den TSV Buch II an. Die Cadolzburger sind gewarnt, nur vier Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsrang, auf dem im Moment der ASV Fürth verweilt. „Die Klasse halten“ lautet daher auch die Zielvorgabe der sportlichen Leitung. Und dann? „Auf Dauer wollen wir uns in der vorderen Hälfte platzieren“, so Bonath. Dies soll mit konstanter Entwicklung gelingen – mit der Konstanz auf dem Trainerposten ist der Grundstein gelegt.

Dominik Sandler